Der Graf Zeppelin
Gebäudeplan
Graf-Zeppelin-Haus von oben
Raumoption

30 Jahre Graf-Zeppelin-Haus

Ein umkämpfter Start

In der Vorplanung wurde leidenschaftlich diskutiert. Das GZH musste von Anfang an vieles erfüllen, was eigentlich nicht zu vereinen ist. Identifikationsbau für die Stadtbewohner, Bürgerzentrum, Kulturtempel und Kongresszentrum. Und doch: Es gelang mit Bravour. Mit Mut, Innovationsfreude, Können, Gespür und einer großen Idee: Dem beweglichen Haus. Was passt besser zu einer Stadt, die weltweit für Mobilitätstechnologie steht? Das Büro Breuning/Breuning/Betz aus Stuttgart ging damit als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervor. Der Bau war in vielem seiner Zeit weit voraus und passt auch deshalb so gut in die Zeppelinstadt. Schon 1985 entschied man sich hier für eine Heizanlage mit Erdwärmesonde und leistete somit Pionierarbeit auf diesem Gebiet. Aber auch formal gelang ein großer Wurf. Das Gebäude, wie von bewegtem Gewässer geformt, integrierte sich von außen trotz seiner enormen Größe äußerst sensibel in die Uferlandschaft und veränderte die Silhouette der Stadt quasi nicht. Wer das Gebäude jedoch betritt, dem eröffnet sich wiederum ein spektakulärer, grandioser Blick auf den Bodensee. Wunderbare Räume, ausgestaltet bis ins letzte Detail. Hochflexibel, elegant und großzügig – nicht umsonst sprechen die Friedrichshäfler beim GZH heute von ihrer »Guten Stube«. So kann es nicht überraschen, das das Graf-Zeppelin-Haus als eines von ganz wenigen Gebäuden der 80er-Jahre unter Denkmalschutz gestellt wurde.